Der Tattoo-Entferner – Tagesspiegel 14.02.2005

Luis Hiedra, 35

Beruf

Chirurg, Chef der Laser Skin Company

Alltag

Den Valentinstag mag Luis Hiedra. Um diesen Termin herum laufen die Geschäfte immer gut, vor allem die Tattooentfernungen. Die Kunden wollen dann die Marie vom letzten Jahr vom Oberarm haben, damit die Jutta von diesem Jahr nicht sauer wird. Das dauert allerdings mindestens fünf Sitzungen. Hiedra benutzt Laserlicht, das unter der Haut mit den Pigmenten reagiert und sie in winzige Partikel zerschießt. Die werden über das Lymphsystem abgebaut; zurück bleibt eine weiße Fläche, manchmal allerdings auch eine Narbe. 80 Euro kostet das mindestens, oft aber mehr. Jüngst kam zum Beispiel ein Mann, der das Antlitz der Ex-Freundin in Multicolor auf dem Hintern trug. Es hat gedauert, bis das weg war.

Hiedra, der aus Kuba stammt und in Berlin studiert hat, hat die Laser Skin Company 1999 gegründet (www.laser-skin.de). Er bietet dort „alles an, was oberflächlich mit der Haut gemacht werden kann“. Peelings, Botox gegen Falten, Haar-, Pigmentflecken- und eben Tattooentfernungen, 20 bis 40 die Woche. Er stellt fest: Das Tattoo kommt aus der Mode. Vor drei, vier Jahren war die Hoch-Zeit – und jetzt wollen viele ihres wieder loswerden.

Foto: Mike Wolff/Text: rcf

http://www.tagesspiegel.de/berlin/der-tattoo-entferner/585144.html

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